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Strategieprozess
Visionäre Zukunftsideen gefragt
Mit welchen technologischen Entwicklungen können die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gemeistert werden? Welchen Beitrag können Biotechnologie und Ingenieurwissenschaften leisten?
Ob in der Medizin, in der Chemieindustrie, im Umwelt- oder Energiesektor – überall wird nach neuen Wegen gesucht, um ganz neue Produktionsverfahren zu entwickeln oder bestehende Methoden ressourceneffizienter, kostengünstiger und umweltschonender zu gestalten. Ein aussichtsreicher Weg: Biotechnologie und Ingenieurskunst noch stärker als bisher verzahnen. Das ist das Ziel des Strategieprozesses „Biotechnologie 2020+“.
Medizin
Zukunftsvision Medizin: Künstliche Bauchspeicheldrüse
Die Biotechnologie hat Diabetes-Patienten schon eine ganze Reihe von Verbesserungen gebracht. Jetzt tüfteln Forscher daran, dass der Blutzucker-Spiegel direkt im Körper des Patienten gemessen und bei Bedarf Insulin verabreicht wird. Dies könnte mithilfe von intelligenten Implantaten oder molekularen Prothesen geschehen.
Umwelt
Zukunftsvision: Knappe Rohstoffe recyceln
Phosphor ist ein wertvoller Rohstoff, der in Düngemitteln eingesetzt wird. Die Weltreserven von Phosphor sind jedoch begrenzt. Deshalb wird inzwischen daran gearbeitet, phosphatreiche Abfälle – wie sie in Kläranlagen vorkommen – zu recyceln und diese als Dünger zu nutzen. Bislang werden dafür vor allem chemische Verfahren genutzt. Alternative Lösungen könnte die Biotechnologie liefern.
Energie
Zukunftsvision Energie: Photosynthese-Chip
Eine der größten Energiequellen der Welt – das Sonnenlicht – wird bisher nur ansatzweise genutzt. Eine Vision der Zukunft besteht darin, einen biologisch betriebenen Ansatz zu entwickeln, um Licht in Strom umzuwandeln. Bisher arbeiten Forscher zum Beispiel an der Farbstoff-Solarzelle oder dem Nachbau eines Schlüsselenzyms der Photosynthese.
Industrie
Zukunftsvision Industrie: Modularer Werkzeugkasten
In der chemischen Industrie kommen immer häufiger Biokatalysatoren zum Einsatz, um nachhaltiger und effizienter zu produzieren. Ihr Einsatz ist jedoch beschränkt, wenn es darum geht, Chemikalien bei hohen Temperaturen oder in nichtwässrigen Lösungsmitteln herzustellen. Die Vision besteht deshalb darin, einen modularen Werkzeugkasten für die industrielle Produktion zu entwickeln.
