Forschungspreis: Mit eigenem Team zum Durchbruch
Wissenschaftliche Durchbrüche gehen selten allein auf das Konto brillanter und beharrlicher Köpfe, meist sind sie das Ergebnis von guter Teamarbeit und günstigen strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen. Das gilt auch für die Entwicklung von neuartigen biotechnischen Produktionsverfahren, die im Fokus des Strategieprozesses „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren-Biotechnologie 2020+“ stehen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will Forschern, die sich bereits mit der Entwicklung solcher innovativer Verfahren beschäftigen, stärker unter die Arme greifen. Dazu hat das BMBF nun einen Forschungspreis ausgeschrieben. Damit soll besonders vielversprechenden Wissenschaftlern eine eigene Arbeitsgruppe finanziert werden- und das bis zu fünf Jahre lang. Zur Bewerbung aufgerufen sind insbesondere Nachwuchsforscher.
Viele Bio- und Ingenieurwissenschafter forschen bereits daran, biotechnologische Methoden weiterzuentwickeln. Oft ist ihnen allerdings nicht voll bewusst, welche Auswirkung ihre Arbeit auf die Entwicklung neuer biotechnischer Produktionsverfahren haben könnte. Das führt oft dazu, dass sie ihre Forschungsanstrengungen in andere Richtungen lenken.
Durchbrüche sichtbar machen
Hier setzt die Förderung durch den Forschungspreis „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren“ an. Mit dem Preis sollen Forschungsresultate anerkannt werden, die in Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder auch in Unternehmen erzielt wurden und die das Potenzial für wissenschaftliche Durchbrüche bergen. Um das aufgebaute Know-how zu sichern und auszubauen, wird vielversprechenden Kandidaten eine Forschungsgruppe finanziert. Die Erkenntnisse sollen dann möglichst in die Entwicklung einer nächsten Generation von biotechnischen Produktionsverfahren münden.
Nachwuchsforscher und etablierte Wissenschaftler gefragt
Mit dem Forschungspreis ausgezeichnete Gruppen werden über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren durch das BMBF unterstützt. Eine Arbeitsgruppe kann dabei aus bis zu sieben Mitarbeitern bestehen. Bewerben können sich in Deutschland tätige Forscherinnen und Forscher, die an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung angedockt sind oder an eine solche wechseln werden. Die Bewerber sollten promoviert sein und möglichst schon Erfahrungen als Arbeitsgruppenleiter gesammelt haben. Angesprochen sind Nachwuchsforscher wie auch etablierte Forscher. Besonders aussichtreich sind Bewerber, die ein herausragendes Forschungsresultat erzielt haben, das einen Durchbruch für die Entwicklung innovativer biotechnologischer Verfahren erwarten lässt.
Bewerbungsschluss für die erste Auswahlrunde des Forschungspreises war der 31. Januar 2012. Auch in den nächsten Jahren sind weitere Ausschreibungsrunden geplant.
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