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Zukunftsvision Medizin: Künstliche Bauchspeicheldrüse
Die Biotechnologie hat Diabetes-Patienten schon eine ganze Reihe von Verbesserungen gebracht. Jetzt tüfteln Forscher daran, dass der Blutzucker-Spiegel direkt im Körper des Patienten gemessen und bei Bedarf Insulin ins Blut verabreicht wird. Dies könnte mithilfe von intelligenten Implantaten oder molekularen Prothesen geschehen.
Die Idee
Derzeit werden Millionen von Diabetes-Patienten mit Insulin behandelt, das seit 1982 mithilfe von gentechnisch veränderten Bakterien hergestellt wird. Insulin ist damit das erste biotechnologisch produzierte Medikament und stellte damals einen erheblichen Fortschritt dar. Trotz der Verbesserungen ist die Therapie mit Insulin aber auch heute noch mit Aufwand verbunden: Die Patienten müssen ständig ihren Blutzucker-Spiegel überwachen und sich das Medikament rechtzeitig spritzen. Das ließe sich künftig ändern. So könnten Diabetiker ein technisches Implantat erhalten, welches den Blutzucker-Spiegel automatisch überwacht, Insulin eigenständig aus Vorstufen des Blutes produziert und bedarfsgerecht ins Blut abgibt. Darüber hinaus reifen aber auch zunehmend biotechnologische Ansätze: So sind molekulare Prothesen denkbar, die als eingekapselte Zellen mit einem speziell ausgestatteten genetischen Schaltkreis in den Körper implantiert werden und dort beispielsweise den Blutzucker messen und regulieren können.
