Zukunftsvision: Knappe Rohstoffe recyceln
Phosphor ist ein wertvoller Rohstoff, der in Düngemitteln eingesetzt wird. Die Weltreserven von Phosphor sind jedoch begrenzt. Deshalb wird inzwischen daran gearbeitet, phosphatreiche Abfälle – wie sie in Kläranlagen vorkommen – zu recyceln und diese als Dünger zu nutzen. Bislang werden dafür vor allem chemische Verfahren genutzt. Alternative Lösungen könnte die Biotechnologie liefern.
Die Idee
Phosphor ist für den Menschen unersetzlich. Ihm verdanken Zähne und Knochen ihre Festigkeit, Nervenzellen und Muskeln sind auf Phosphor angewiesen, die Erbgutmoleküle werden von ihm zusammengehalten. Das Element Phospor giert danach, sich mit Sauerstoff zu verbinden. Nicht zuletzt aufgrund dieser Bindungsfreudigkeit ist Phosphor ein unentbehrlicher Bestandteil von Biomolekülen und kommt meist als Phosphat vor, bei dem das Phosphoratom von Sauerstoffatomen umhüllt ist. Dieses Phosphat zählt wiederum zu den wichtigsten Grundstoffen von Mineraldünger in der Landwirtschaft. Da die Weltreserven an Phosphor jedoch begrenzt sind, ist Phosphat ein zunehmend knapper Rohstoff. Industriegesellschaften müssen sich deshalb über eine Wiederverwertung Gedanken machen. Ein Weg besteht darin, Phosphat aus Abwässern zu recyceln, da diese reichlich damit bestückt sind. Biotechnologische Ansätze könnten hier als Alternative zu bekannten chemischen Verfahren neue Lösungen eröffnen. Weiterhin ist denkbar, dass zellfreie Verfahren hier noch ein noch größeres Effizienzpotenzial erschließen können.
